Traubenhyazinthen

Gärtnern im Frühling

Dieses Jahr war der Frühling lange noch sehr kalt, nur die Krokusse, die Traubenhyazinthen und Narzissen mit ihren Zwiebeln konnten schon schön wachsen. Selbst der Spinat, der schon bei 10 Grad ordentlich wächst, blieb dieses Jahr lange in der Größe, zu der er es an den wärmeren Wintertagen gebracht hatte. Die auf die Kälte folgenden sehr warmen, schon fast sommerlichen Tage ließen den Spinat dann förmlich explodieren und ich konnte eine üppige Ernte zu Pasta und zu mehreren Portionen Salat verarbeiten.

Üppiger Spinat, reif zur Ernte
Üppiger Spinat, reif zur Ernte

Wenn es im April so schnell so warm wird, stehe ich in Köln immer vor dem Dilemma, Dinge tun zu müssen, mit denen man eigentlich erst beginnen sollte, wenn wirklich keine Fröste mehr drohen. Jedes Jahr wieder ist es unmöglich zu warten, bis die Eisheiligen vorbei sind, bevor ich den Wein schneide. Die Knospen an den Weinranken werden von Tag zu Tag dicker. Wollte ich noch länger warten, müsste ich die frisch gewachsenen Triebe mit ihren Blättern abschneiden. Das erscheint mir eine Art Energieverschwendung: Dünge ich dafür, erst die Blätter wachsen lassen und sie dann abschneiden? So habe ich auch diesmal wieder bereits im April geschnitten.

Der Wein treibt schon wieder, gerade noch rechtzeitig geschnitten
Der Wein treibt schon wieder, gerade noch rechtzeitig geschnitten

Eigentlich müsste ich auch den Rosmarin schneiden, weil er so unglaublich gewachsen ist und in seinem neuen Kübel schon wieder die Oberhand gewinnt. Aber der Busch blüht seit Januar so üppig und wird von Hummeln und Bienen aller Art so gerne besucht, dass ich es nicht übers Herz bringe, ihn jetzt zu schneiden.

Der Rosmarin blüht
Der Rosmarin blüht immer noch, eine wahre Bienenweide!

Da die Wintersaaten, der Feldsalat und der Spinat, abgeerntet sind, habe ich wieder Platz für neue Pflanzen. Im Gartencenter habe ich zwei rote Johannisbeerbüsche, zwei Monatserdbeeren, drei Tomaten- und zwölf Salatsetzlinge gekauft. Ich hoffe mit diesen Johannisbeerbüschen mehr Glück zu haben, als mit denen letztes Jahr. Die bekamen kurz nach dem Pflanzen braune Blattränder und haben nach und nach immer mehr Blätter verloren. Woran es lag, habe ich nicht herausgefunden. Mein letzter Versuch war ein Totalrückschnitt im Spätsommer, aber dann sind sie endgültig eingegangen.

Das sind meine Neuerwerbungen
Das sind meine Neuerwerbungen: Johannisbeeren, Monatserdbeeren, Tomaten und Salat

Vom meinen sechs Erdbeerpflanzen sind im Herbst vier den Rüsslerlarven zum Opfer gefallen. Die beiden verbleibenden Pflanzen habe ich geteilt und mit den zwei neuen Büschchen Monatserdbeeren teste ich jetzt mal eine neue Sorte.

Als Tomaten habe ich wieder eine ganz kleinfrüchtige Sorte gewählt, Sweet Million, wir werden sehen, ob sie ihrem Namen wie vor zwei Jahren Ehre macht. Die Salatpflänzchen verteile ich auf die leeren Plätze ebenso zwei selbst gesäte Peperoni-Pflänzchen. Wegen mir darf es jetzt warm bleiben, die Saison ist eröffnet!

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